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Bestandteile der Cigarre


 

Jede gut gearbeitete Zigarre ist nach Wahl und Zahl der verwendetetn Rohtabake und der Art ihrer Verarbeitung ein kleines Kunstwerk. Die zum Rauchgenuss gefertigte Zigarre unterteilt man, rein äusserlich gesehen, in drei Hauptteile:

 

- Kopf, auch Mundstück oder Spitze
- Bauch
- Kneifer mit Brandende

Eine weitere Einteilung spricht nur von Flächen und wiederum eine dritte von Bauch, Fläche und Kopf.
 

Der Aufbau der Zigarre wird am eindeutigsten klar, wenn wir sie in ihre Einzelteile zerlegen. Zu diesem Zweck lasse man die Zigarren in einem gut angefeuchteten Tuch längere Zeit liegen, bis sie sich weich anfühlen und geschmeidig sind.

 
 

 

Decker: Dann lässt sich, vom Kopfende beginnend, das obere dünne, zarte aber doch zähe Blatt, welches eine darunter liegende Tabakrolle verdeckt, in spiralförmigen Windungen ablösen und später auch glätten. Dieses Blatt führt die Bezeichnung Deckblatt, kurz Decker.

 
 

 

Umblatt: Unter dem Deckblatt liegt eine zweite Blattschicht, welche die darunter liegenden Blatteile gut umwickelt, umhüllt. Es ist dies das Umblatt.

 
 

 

Einlage: Das Umblatt umschliesst den Kern der Zigarre, die Einlage. Diese besteht nicht nur aus ganzen Blatthälften oder Blattstreifen, sondern aus vielen, von Hand oder maschinell geschnittenen oder gerissenen Blatteilen und  Rippen. Die Einlageteile weichen in ihrer Grösse, Form, Farbe und Güte stark voneinander ab, um doch, je nach Wunsch des Verarbeiters, durch geschicktes Zusammenpressen und Formen zu einem einheitlichen Ganzen gestaltet zu werden. Mithin baut sich die Zigarre aus drei Hauptteilen auf:

 
  • der Einlage, dem Herz der Zigarre,
  • dem die Einlage umschliessenden Umblatt,
    (Einlage und Umblatt führen die Bezeichnung Wickel)
  • dem Deckblatt, dem Gesicht der Zigarre, das den Wickel umhüllt und deckt.
 

Diese drei Teile lassen sich gleichfalls gut erkennen, wenn eine zweite Zigarre im Längsschnitt und eine dritte Zigarre im Querschnitt aufgeteilt werden.

 

Einlage, Umblatt und Wickel müssen in der gütemässigen Zusammensetzung der einzelnen Tabakteile und deren Zuarbeit so aufeinander abgestimmt sein, dass sie eine "gut ziehende", "gut brennende" und vor allem "gut schmeckende" Zigarre abgeben.